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Seit 1992 ist der Münchner Flughafen im Erdinger Moos in Betrieb, der den in Riem gelegenen ersetzte. Der Flughafen war ursprünglich mit vier (!) Startbahnen geplant worden. Nur durch beharrliches Kämpfen von vielen Gruppierungen auf regionaler und überörtlicher Ebene konnte schließlich, auf juristischer Ebene, erreicht werden, dass nur zwei Bahnen gebaut wurden. Aber die ursprünglich für die anderen Bahnen vorgesehenen Flächen waren damit nicht aus dem Spiel.

2002 wurde ein neues Landesentwicklungsprogramm (LEP) verabschiedet, in dem nördlich der bestehenden Startbahn eine 1500 Hektar große Vorrangfläche für den Flughafen vorgesehen ist.

Im Juni 2003 ging das 2. Terminal in Betrieb, wodurch der Flugbetrieb wegen der damit verbundenen erhöhten Passagierzahlen deutlich anstieg. Damit wurde mit Hilfe vor allem von Umsteigeverkehr ein künstlich herbeigeführtes Wachstums des Flugverkehrs herbeigeführt.

Im Juli 2005 erklärte die Flughafengesellschaft München (FMG) nach Abstimmung im Aufsichtsrat mit den Gesellschaftern (Freistaat Bayern 51%, Bund 26%, Stadt München 23%) die Notwendigkeit einer dritten Startbahn.

Die Geschäftsleitung informierte den Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der FMG über die in den nächsten Jahren angeblich absehbaren Kapazitätsengpässe und begründete die Notwendigkeit, das Bahnsystem auszubauen.

Die Planungen zum Ausbau des bestehenden Start- und Landebahnsystems begannen, zeitnah sollte ein entsprechendes Raumordnungsverfahren vorbereitet und eingeleitet werden.

Die drittte Startbahn wird nun geplant nordöstlich der heutigen Nordbahn. Sie liegt von dieser 1.180 Meter entfernt und ist 2.100 Meter parallel nach Osten verschoben. Die sei laut Planern der FMG die optimale Lage für die 3. Start- und Landebahn.

Sie würde aber höchtens optimal für den Flugbetrieb sein, aber sicher nicht für die jetzt schon lärm- und abgasgeplagte Bevölkerung. Weitere Regionen und Bewohner würden unter zunehmenden Belastungen leiden.