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2002

Im Jahr 2002 wurde ein neues Landesentwicklungsprogramm (LEP) verabschiedet, in dem nördlich der bestehenden Startbahn eine 1500 Hektar große Vorrangfläche für den Flughafen vorgesehen ist.

Die Ausweisung dieser Fläche wurde von vielen Flughafenkritikern bereits als erster Schritt für eine 3. Startbahn gewertet.

Die BürgerInnen von Eittingermoos und Schwaigermoos befürchten den Verlust ihrer Heimat!

2003

Bis Januar 2003 haben sich 12 neue Bürgerinitiativen gegründet. Die Bürgerinitiativen im Flughafenumland sind inzwischen unter dem Aktionsbündnis AufgeMUCkt zusammengeschlossen.

Bereits im Januar 2003 findet mit einer demonstrativen Wanderung im Eittingermoos die erste größere Veranstaltung gegen die gigantischen Ausbaupläne des Münchner Flughafens statt.

Im Juni 2003 geht das 2. Terminal in Betrieb.

Der damalige Bayrische Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu erklärt auf Anfrage immer wieder „Eine 3. Startbahn ist in diesem Jahrzehnt kein Thema."

2005

27. Juli 2005

Aufgrund eines künstlich herbeigeführten Wachstums des Flugverkehrs am Flughafen München erklärt die FMG am 27. Juli 2005 nach Abstimmung im Aufsichtsrat mit den Gesellschaftern ( Freistaat Bayern 51%, Bund 26%, Stadt München 23% ) die Notwendigkeit einer dritten Startbahn.

Anfang August 2005 findet in Freising in der Innenstadt eine Großdemonstration gegen die Ausbaupläne statt.

Kurz darauf radeln Interessierte und Gegner bei einer geführten Tour durch das Vorranggebiet Flughafen, um das Ausmaß der Betroffenheit erlebbar zu machen.

Ebenfalls im August gründet sich in Attaching eine neue Bürgerinitiative.

In vielen Gemeinden formiert sich der Widerstand.

Am 20. September 2005 findet die erste Sitzung des „Nachbarschaftsbeirates“ statt.

Es werden sechs Varianten für die Lage einer möglichen dritten Startbahn präsentiert. Zwei davon im Süden und vier im Norden

Inzwischen spricht die FMG nur noch von drei Varianten. Im Abstand von 500, 750. oder 1000 Metern Entfernung parallel zur Nordbahn mit einer Länge von 4000 Metern.

Die Angst der BürgerInnen von Eittingermoos und Schwaigermoos lässt sich nicht mehr verdrängen!

Am 24. September 2005 wird von der Stadt Freising eine Großveranstaltung auf dem Freisinger Marienplatz veranstaltet, bei der Oberbürgermeister Dieter Thalhammer, Landrat Manfred Pointner und Herbert Knur, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft zu dem geplanten Bau einer dritten Startbahn  informieren und Stellung nehmen.

Am 16. November 2005 findet die Mitgliederversammlung der Schutzgemeinschaft statt, bei der Michael Schwaiger, Bürgermeister von Marzling, als neuer Vorsitzender gewählt wird.

Es wird eine gemeinsame Resolution gegen die Ausbaupläne verabschiedet.

In vielen Gemeinden des Umlands finden Veranstaltungen bis Dezember 2005 statt.

Die inzwischen bekannt gewordenen Prognosen, von der FMG beaufragt, werden von vielen Seiten angezweifelt. Es gilt als relativ sicher, dass die Frage der dritten Startbahn vor Gericht entschieden werden muss. Oberbürgermeister Dieter Thalhammer hat für die Stadt Freising bereits eine Klage gegen die dritte Startbahn angekündigt.

2006

Oktober: Großdemonstration in Freising

März 2007

Mai 2007:

August 2007

Dezember 2007

Ende der Einwendungsfrist

Beginn des Erörtungsverfahrens und der Anhörungen für den öffentlichen Bereich

Erörterungstermine für Privateinwender

Ein Erfolg des bisherigen Planfestellungsverfahrens war, dass die FMG ein Drittel ihrer Unterlagen revidieren musste. Die Regierung von Oberbayern holte auch ein neues Gutachten beim Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut ein, das die FMG in ihre Intraplanprognose einarbeitete.

Daher wurden die neuen Unterlagen ab 11.4.2010 bei den betroffenen Kommunen wieder aufgelegt und bis zum 26.05.2010 konnten die Bürger wieder Einwendungen gegen die Planung abgeben.

Am 26.05.2010 übergaben Christian Magerl für den BN Freising und Vertreter von AufgeMUCkt 9 000 Einwendungen an die Regierung von Oberbayern. Seit 1.07.2010 wissen wir, dass es 23 524 Einwendungen geworden sind, was unsere kühnsten Erwartungen noch übertroffen hat. Es handelt sich um die größte Verwaltungsgerichtssache in Deutschland.